Schärfentiefe-Rechner
Sehen Sie genau, wie viel Ihres Fotos scharf abgebildet wird - für jede Kamera, jedes Objektiv und jede Blende.
Schärfentiefe erklärt: Ein vollständiger Leitfaden →
Was ist Schärfentiefe?
Die Schärfentiefe (auch Tiefenschärfe) ist der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der noch akzeptabel scharf wirkt. Alles innerhalb dieser Zone erscheint scharf; alles außerhalb geht in Unschärfe über. Es handelt sich nicht um eine harte Kante, sondern um einen fließenden Übergang - deshalb werden die Grenzen anhand eines kleinen Unschärfekreises definiert, dem sogenannten Zerstreuungskreis.
Vier Faktoren bestimmen die Schärfentiefe: die Blende, die Brennweite, die Fokussierentfernung und die Sensorgröße. Dieser Rechner kombiniert alle vier und liefert die Nahgrenze, die Ferngrenze, die gesamte Schärfentiefe sowie die hyperfokale Distanz für Ihre genaue Ausrüstung.
Wie Blende und Brennweite sie beeinflussen
Die Blende ist die schnellste Stellschraube: Eine höhere Blendenzahl (etwa f/11) vertieft die Schärfezone, während eine offene Blende (f/1.8) sie hauchdünn macht. Die Schärfentiefe verändert sich ungefähr proportional zur Blendenzahl.
Die Brennweite wirkt noch stärker, da die Schärfentiefe mit dem Quadrat der Brennweite skaliert. Ein 24-mm-Objektiv hält bei gleicher Blende und Entfernung deutlich mehr scharf als ein 85-mm-Objektiv, weshalb Weitwinkelobjektive sich für Landschaften eignen und lange Brennweiten für Porträts mit weichem Hintergrund.
Vollformat vs. APS-C vs. Micro Four Thirds
Bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Blende erzeugt ein kleinerer Sensor mehr Schärfentiefe. Deshalb bleibt bei Smartphone-Kameras fast alles scharf, während Mittelformatkameras den Hintergrund so leicht auflösen. Der Effekt entsteht durch den kleineren Zerstreuungskreis und die kürzeren Brennweiten, die kleine Sensoren für denselben Bildwinkel benötigen.
Wählen Sie im Rechner den Sensor, der zu Ihrer Kamera passt, damit Nah- und Ferngrenze für Ihr Format korrekt sind.
So funktioniert diese Berechnung
Formel: H = f² / (N · c) + f
wobei:
f= BrennweiteN= Blende (f-Zahl)c= Zerstreuungskreis
Quellen:
FAQ
Ist die Blende oder die Brennweite wichtiger?
Beide spielen eine Rolle, doch die Brennweite wirkt stärker: Die Schärfentiefe verändert sich mit dem Quadrat der Brennweite, während sie sich mit der Blendenzahl nur annähernd linear ändert.
Welchen Sensor sollte ich wählen?
Wählen Sie den, der zu Ihrer Kamera passt. Kleinere Sensoren verwenden einen kleineren Zerstreuungskreis und erzeugen dadurch bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Blende mehr Schärfentiefe.
Wie wird die Schärfentiefe berechnet?
Sie nutzt den Zerstreuungskreis für Ihren Sensor zusammen mit Brennweite, Blende und Fokussierentfernung, um die scharfe Nah- und Ferngrenze zu ermitteln; die Gesamttiefe ist der Abstand zwischen beiden.
Warum ist mein Hintergrund immer noch nicht unscharf?
Für stärkere Hintergrundunschärfe öffnen Sie die Blende, gehen näher an Ihr Motiv heran, verwenden ein längeres Objektiv oder vergrößern den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund.